(we)
wer steckt hinter den steinen?
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2016
die wg-küche.
ich bin mit zwei freunden in eine wg gezogen.
beide brachten wunderschöne japanische messer mit.
danach fühlte sich nichts anderes mehr richtig an.
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2020
unser erstes set.
meine freundin (heute meine frau) und ich zogen zusammen.
die guten messer blieben bei meinen freunden.
uns blieben alte, stumpfe.
also war eines der ersten dinge, die wir zusammen kauften
ein ganzes set japanischer messer.
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ein paar jahre später
stumpf. schon wieder.
auch unser set wurde stumpf.
ein reisender scherenschleifer kam ins dorf, also haben wir es versucht.
es war einfach nicht, was wir uns erhofft hatten.
danach blieben die messer stumpf.
lange.
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die diy-phase
stundenlang geschliffen.
ein freund hatte ein schleifsystem.
ich habe stunden daran verbracht.
eine woche scharf, dann wieder stumpf.
wie sich herausstellte: entgraten ist ein handwerk für sich.
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weihnachten 2025
das geschenk, das keines wurde.
meine frau wollte mir einen schleifer schenken.
ich sagte nein.
und suchte stattdessen online.
nach einem weg, messer schleifen zu lassen – einfach, von zu hause aus und richtig gut.
es gab keinen.
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2026
also haben wir ihn gebaut.
eine kleine werkstatt in uznach.
drei tormeks mit verschiedenen steinen.
ein bandschleifer und maschinen zum polieren.
eine handvoll japanischer steine.
und eine box, die zu deiner couch kommt und wieder zurück.
im letzten jahr habe ich mit so vielen menschen gesprochen, die an ihren messern hängen.
was ich gelernt habe: man behält küchenwerkzeug nicht, weil es teuer war.
man behält es, weil es geschichten trägt.
das hat das alles für mich noch spannender gemacht.
wir sind da, damit genau diese geschichten weitergehen.
– jacques